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05.07.2017

Abi - was nun? - Bildungsseite im Kölner Stadtanzeiger vom 06.05.2017

Studium, Ausbildung oder erst einmal etwas ganz anderes? Dieser Frage geht MICHAELA HERMES nach.     

Endspurt für den Abiturjahrgang 2017: Die schriftlichen Abiturprüfungen sind in vollem Gange und so langsam stellt sich die Frage, wie es weitergeht: Studium, Ausbildung oder erst einmal etwas ganz anderes?

Viele Abiturienten streben ein Studium an und eigentlich gibt es in Deutschland auch genügend Studienplätze. Die Statistik belegt jedoch, dass rund 80 Prozent der NRW-Abiturienten auch zum Studieren im eigenen Bundesland bleiben und somit ist zu erwarten, dass nicht jeder den gewünschten Studienplatz bekommen wird.

Es gibt jedoch eine Reihe von Alternativen zum klassischen Studium an einer Universität oder Fachhochschule, die Abiturienten in Betracht ziehen können.

 

Die eigenen Stärken finden

So verknüpfen duale Studiengänge ein Hochschulstudium mit einer betrieblichen Ausbildung. Diese Kombination sichert einen hohen Praxisbezug bei einer wissenschaftlich fundierten Ausbildung und ermöglicht den Absolventen gleich mehrere Abschlüsse in relativ kurzer Zeit. Nach in der Regel drei Jahren halten sie neben dem Ausbildungsabschluss einen Bachelor-Titel in der Hand und haben beste Karrierechancen bei ihrem Arbeitgeber.

Eine klassische Berufsausbildung bietet interessante Perspektiven und ist eine echte Alternative zum Studium. Aufgrund des Fachkräftemangels und demographischen Wandels sind Nachwuchskräfte gefragt, die sowohl über Fachwissen als auch Managementqualitäten verfügen. Die Zahl der Ausbildungsberufe, die Fachhochschulreife oder Abitur voraussetzen, steigt. Das Handwerk, wo die Abiturientenquote relativ gering ist, ist stärker als andere Branchen vom Nachwuchsmangel betroffen und wirbt aktiv um diese Zielgruppe.

Berufskollegs hingegen bieten schulische Berufsausbildungen in Bereichen wie zum Beispiel Informatik, Medien, Game und Wirtschaft an. Besonders interessant sind solche Angebote, bei denen sich eine Ausbildung mit einem Bachelor-Abschluss kombinieren lässt. Damit haben die Absolventen nach drei Jahren einen staatlich anerkannten Ausbildungsabschluss sowie einen Bachelorabschluss. Viele nutzen die Zeit zwischen Abitur und Studium auch dazu, Neues auszuprobieren, zu reisen oder Sprachen zu lernen, bevor sie sich auf ihre konkrete berufliche Laufbahn konzentrieren. Der Art und Weise, das Gap Year zu gestalten, sind kaum Grenzen gesetzt, auch der Zeitraum ist nicht zwingend auf ein Jahr festgelegt. In jedem Fall wird man sich klarer, wo die eigenen Stärken und Interessen liegen und kann auf dieser Basis besser einschätzen, welcher nächste Schritt der individuell passendste ist.

Praktika vermitteln Einblicke in verschiedene Berufe und sind immer dann hilfreich, wenn man sich noch nicht sicher ist, in welchen Bereich man sich überhaupt orientieren möchte. So stellen sich bei der Wahl des geeigneten Berufsfeldes viele die Frage: Soll ich mich bei der Berufswahl von meinen Neigungen und Interessen oder von den Arbeitsmarktchancen leiten lassen? Ideal ist es natürlich, wenn man sein Hobby zum Beruf zu machen kann. Aus diesem Grund sind im Moment Ausbildungen und Studiengänge im Bereich Game sehr stark nachgefragt. Da die Branche aber noch relativ jung ist, gibt es bislang nur wenige anerkannte Abschlüsse.

 

Junge Branchen

Insbesondere private Institutionen haben sich auf die Ausbildung in der Computerspiele-Branche spezialisiert, aber auch einige staatliche Universitäten haben die interaktiven Unterhaltungsmedien mittlerweile in ihr Lehrprogramm aufgenommen. Und der Bedarf nach qualifizierten Fachkräften ist hoch, denn Deutschland entwickelt sich aktuell zu einem der wichtigsten Produktionsstandorte für Online- und Browser-Games.

 

Ausbildung, Studium:

www.yourstart.de

www.abi.de

www.berufenet.arbeitsagentur.de

Alternativen:

www.bundesfreiwilligendienst.de

www.pro-fsj.de

www.weltweiser.de