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16.06.2017

Individuell und gut beraten - Bildungsseite im Kölner Stadtanzeiger vom 16.06.2017

Eine Bildungsberatung baut Brücken zu Weiterbildungen für jeden, der sich beruflich neu ausrichten möchte. Frau JASNA REZO-FLANZE schreibt mehr darüber, wie man mit Bildungsberatung beruflich erfolgreich wird.  

Bildung ist ein lebenslanger Prozess, der aufgrund der Globalisierung und der Digitalisierung weiter an Bedeutung gewinnt. Um den Anforderungen der Arbeitswelt 4.0 auch weiterhin gerecht zu werden und seinen beruflichen Erfolg zu sichern, müssen wir kontinuierlich Neues lernen. In diesem Prozess des lebenslangen Lernens nimmt die  Bildungsberatung eine wichtige Rolle ein. Die Bildungsberatung sollte neutral und trägerübergreifend sein und sich am Bedarf des oder der Aufsuchenden orientieren. Hierbei berücksichtigt sie persönliche Ressourcen und Vorstellungen, gibt Marktübersicht und wichtige Entscheidungshilfen.

 

Zeigt alternative Wege

Beratung zur beruflichen Aus- und Weiterbildung kann sehr vielfältig motiviert sein, je nachdem, in welcher beruflichen Situation man sich befindet und welches Ziel mit der beruflichen Weiterbildung verfolgt wird. Ganz gleich ob es sich um eine neue Arbeitsaufgabe, Jobwechsel, berufliche Neuorientierung, Berufsrückkehr, Studienabbruch, (drohende) Arbeitslosigkeit oder einen angestrebten beruflicher Aufstieg handelt, in allen Fällen ist eine individuelle Bildungsberatung sehr hilfreich.

Ein großer Vorteil einer persönlichen Bildungsberatung ist die Orientierung an der individuellen beruflichen Biographie, sprich Ausbildung, Berufspraxis, absolvierten Weiterbildungen, den beruflichen Perspektiven, dem Ziel der Weiterbildung und der Lebenssituation. Die Beratungspraxis zeigt, dass auch Personen mit relativ klaren Vorstellungen über ihr Weiterbildungsziel oft nicht über alle ihnen offen stehenden Möglichkeiten und Abschlüsse informiert sind.

Eine Bildungsberatung öffnet den Blick und zeigt alternative Wege auf. Dazu gehören auch Informationen über Zulassungsvoraussetzungen und Wertigkeit von Prüfungen, zum Beispiel beruflicher gegenüber akademischen Abschlüssen, über Hochschulzugang und Anrechnungsmöglichkeiten für Berufspraktiker ohne Abitur sowie berufsbegleitende Studienmöglichkeiten.

Für Ratsuchende ohne Berufsabschluss mit mehrjähriger Berufspraxis, die sich nachqualifizieren wollen, kann es sehr hilfreich sein zu erfahren, dass sie unter bestimmten Bedingungen ihren Ausbildungsabschluss nachholen oder – in einigen Fällen – sogar einen Abschluss auf der Ebene eines Meisters, einer Fachkauffrau oder Fachwirts anstreben können (siehe Interview). Dadurch können die Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessert werden. In diesen Fällen können in der Beratung Zulassungsfragen, Prüfungsvorbereitung und Weiterbildungsförderung geklärt werden. Überhaupt gehört der Förderungsaspekt unabdingbar zu jeder beruflichen Bildungsberatung, gleich ob der oder die Ratsuchende selbst die Kosten für die Weiterbildung trägt oder das Unternehmen.

Auch Menschen, die sich beruflich neu ausrichten wollen oder müssen, brauchen in vielen Fällen eine professionelle Orientierungshilfe, die auch eine Bilanzierung der persönlichen Kompetenzen beinhaltet, um kurz- und langfristige Ziele für die berufliche Entwicklung zu finden. Sie entwickeln mit Unterstützung der Beratenden eine für sie passende Lösung. Sie erhalten Informationen über Berufsfelder, mögliche Weiterbildungen sowie finanzielle Unterstützung.

 

Passende Lehrgangsformen

Neben der Hilfe bei der Analyse des individuellen Weiterbildungsbedarfs und der Klärung des Weiterbildungsziels erhalten Ratsuchende einen Überblick über adäquate Angebote unter Berücksichtigung der passenden Lehrgangsform, ferner eine Checkliste mit Vergleichs- und Qualitätskriterien für Weiterbildungsangebote. In einigen Fällen wird auf weiterführende Beratungsmöglichkeiten zum Beispiel bei spezialisierten Beratungsstellen hingewiesen.