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31.03.2014

Öffentliche Bildungsausgaben 2013

Während das Bundesministerium für Bildung und Forschung nach Veröffentlichung des Bildungsfinanzberichts 2013 eine weitere Erhöhung der Bildungsinvestitionen des Bundes gegenüber dem Vorjahr um 8 % meldet, moniert der Verband Deutscher Privatschulverbände e. V.  (VDP), dass der Anteil der öffentlichen Bildungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt in Deutschland weiterhin deutlich unter den Ausgaben des OECD-Durchschnitts und dem Durchschnitt der EU-21-Staaten liege...

Der VDP fordert angesichts der weiterhin hohen Staatseinnahmen, die Investitionen in Bildung deutlich auszubauen. Die öffentliche Hand in Deutschland habe im Jahr 2010 nur 5,1 Prozent seines Bruttoinlandsproduktes für Bildung ausgegeben und belege damit Platz 23 von 31 Staaten. Der OECD-Durchschnitt und der Durchschnitt der EU-21-Staaten lägen bei 5,8 Prozent, an der Spitze Norwegen, Dänemark und Island. Aber auch Länder wie Österreich, Frankreich, Portugal und Polen gäben mehr für ihre Bildung aus. Nach Ansicht des VDP ist erstens die Lehreraus- und Weiterbildung zu stärken. Die Lehrkräfte müssten für neue Herausforderungen wie etwa die Inklusion adäquat qualifiziert werden. Zweitens sei weiterhin der Ausbau von Ganztagsschulen trägerneutral zu fördern. Ferner müssten zusätzliche Mittel für die Stärkung der digitalen Bildung und für die dafür notwendige Infrastruktur bereitgestellt werden, wenn es die Bundesregierung mit ihrer Ankündung im Koalitionsvertrag ernst meine, eine Strategie für digitales Lernen auf den Weg bringen zu wollen.

Darüber hinaus zeige der Bildungsfinanzbericht die dramatische Kürzungspolitik der letzten Bundesregierung bei den Ausgaben für Qualifizierungsmaßnahmen von Arbeitslosen. So seien laut Finanzbericht die Ausgaben allein nur für die berufliche Weiterbildung von Langzeitarbeitslosen von 2009 bis 2012 um 37 Prozent gesunken. Dabei spreche die Bundesagentur für Arbeit selbst von einem harten Kern an Langzeitarbeitslosen, die besonders gefördert werden müssten, damit sie wieder eine Chance auf dem Arbeitsmarkt bekämen. Auch hier stehe die neue Bundesregierung in der Pflicht, die Ankündigung des Koalitionsvertrages einzulösen und 1,4 Milliarden Euro mehr für die Eingliederung von Arbeitssuchenden bereitzustellen.

Quellen:

Pressemitteilung 04/2014, VDP
http://www.privatschulen.de/images/stories/PDF/Pressemitteilungen/2014/PM_04-14_Bildungsausgaben.pdf
Pressemitteilung 13/2014, BMBF
http://www.bmbf.de/de/96.php