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05.08.2017

Zukunft – na klar! Bildungsseite im Kölner Stadtanzeiger vom 05.08.2017

Bildung und Qualifizierung für Handwerk und Industrie – das ist das Thema von RALF MÜNSTERMANN.

Die Schlagzeilen nehmen kein Ende: „1 000 000 offene Stellen in Deutschland“, „170 000 offene Lehrstellen im Handwerk“, „Schweißer händeringend gesucht“. Ihre Aussage ist: Bildung ist Zukunft! Und dies gilt ganz besonders für das Handwerk und den gewerblich-technischen Bereich. Ihre Zukunft gewinnen können in diesen Ausbildungs- und Arbeitsfeldern Jugendliche, Arbeitslose, Migranten, Geflüchtete. Und: Viele Wege führen zum Ziel.

Schnelle Wege zur Qualifizierung

Die klassische duale Berufsausbildung ist der Königsweg für Jugendliche. Erwachsene können – gefördert durch die Arbeitsagenturen und Jobcenter – direkt beim Arbeitgeber Umschulungen (Ausbildungen mit verkürzter Dauer) absolvieren und in überbetrieblichen Bildungseinrichtungen verkürzte Ausbildungen besuchen.

Mit diesem Angebot müssen nun auch die Geflüchteten in nennenswerter Zahl erreicht werden. Es ist völlig unverständlich, dass vorhandene Qualifizierungsplätze leer stehen, während Handwerk und Industrie verzweifelt nach Fachpersonal suchen. Mangelnde Sprachkompetenz reicht hier als Erklärung nicht aus. Verständlicherweise ist das Beherrschen der deutschen Sprache auf einem guten Niveau Voraussetzung für eine Berufsausbildung im Betrieb. Sprache kann aber in überbetrieblichen Einrichtungen auch begleitend oder interaktiv zur beruflichen Bildung vermittelt werden. So wird die Chance auf die berufliche Integration beschleunigt.

Und für diejenigen, die keine mehrjährige Berufsausbildung absolvieren wollen, gibt es noch schnellere Wege.

Beispiel Schweißen: In ganz Deutschland werden tüchtige Schweißer gesucht. Die Fortbildung zum „Internationalen Schweißer“ mit Zertifikat kann je nach Vorbildung in sechs   bis acht Monaten absolviert werden. Direkt danach stehen attraktive und vor allem gut dotierte Arbeitsstellen zur Verfügung. Bundesweit. Europaweit. Schon mit der Erstqualifikation kann durch das persönliche Engagement das Einkommen gesteigert werden. Und der Bildungsweg bis zum Schweißwerkmeister ist ohne Gesellenbrief möglich. Schweißen verbindet und stabilisiert. Auch die Karriere.

In der Politik scheint die Idee, Menschen durch Bildung in den Arbeitsmarkt zu integrieren, angekommen zu sein: „Die hohe Zahl der unbesetzten Stellen bei rund 2,5 Millionen Arbeitslosen, die wir immer noch haben, zeigt schon heute, was das große Thema für die nächsten Jahre sein wird – nämlich Qualifizierung“, so die Arbeitsministerin Frau Nahles. Jetzt muss diese Idee noch die Arbeitslosen wie auch die Arbeitsagenturen / Jobcenter erreichen. Beratung ist der erste Schritt auf dem Weg zur Bildung.

INFOS

Berufsinformationszentrum Agentur für Arbeit Köln: https://www3.arbeitsagentur.de/web/content/DE/dienststellen/rdnrw/koeln/Agentur/BuergerinnenundBuerger/Berufsinformationszentrum/index.htm

Beratung Betriebliche Umschulungen Jobcenter Köln:
www.jobcenterkoeln.de/site/betriebliche_umschulungen

Ausbildungsberatung HWK Köln:
www.hwk-koeln.de

Ausbildungsstellenvermittlung IHK Köln:
www.ihk-koeln.de

Bildungsberatungsstellen in NRW:
www.weiterbildungsberatung.nrw.de