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12.03.2018

Kompetenz durch Kunst - Bildungsseite im Kölner Stadtanzeiger vom 03.03.2018

Wie breit das Lernangebot für Profis und Interessierte im künstlerischen Bereich sind, zeigt JÜRGEN POTRATZ auf.     

Immer mehr Wert wird im beruflichen Alltag und im sozialen Umfeld auf lebenslanges Lernen und das stetige Erweitern von Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten gelegt - und dies nicht nur in fachlicher Hinsicht. Gesellschaftliche und technische Umbrüche und Veränderungen verlangen eine ganzheitliche Herangehensweise und kreative Antworten.

Gerade hier ist kulturelle Bildung wichtig. In pädagogischen und sozialen Kontexten, aber auch in allen Sparten des Berufslebens bedeutet kulturelle Bildung Teilhabe und die Förderung von Kreativität. Wer Kreativität lebt und erlebt, agiert auch auf kognitiven Ebenen vielfältig und ideenreich. Dies ist eine Fähigkeit, die nicht nur im alltäglichen Miteinander sondern auch als „Soft Skill“ im Berufsleben immer mehr gefordert ist. Dazu tragen, ganz im Sinne des Verständnisses von ästhetischer Bildung, alle künstlerischen Sparten bei: Literatur, Musik, Tanz, Theater, bildende Kunst - kurz, die ganze Palette der kreativen Angebote. Hinzu kommen einordnende Fähigkeiten wie Grundkenntnisse der Kunstgeschichte, Museumspädagogik und der Literatur-, Musik- oder Materialkunde. Und - frei nach dem Motto „etwas mit Medien“ - natürlich auch die Medienpädagogik.

Die zugrunde liegende ästhetische Bildung leitet sich aus Friedrich Schillers Schrift „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“ ab und stammt immerhin schon aus dem Jahre 1795. Ästhetische Bildung steht dabei einem auf reine Wissensvermittlung ausgerichteten Bildungsangebot gegenüber. Es geht vielmehr um Wahrnehmung und Wertschätzung, Interkulturelle Kompetenz, Inklusion, Wahrnehmen und Gestalten, Werte der emotionalen Bildung, der Kreativität, des Selbstbewusstseins und der Wertschätzung.

Diese Kompetenzen sind aktueller als je zuvor und können auf soziale und gesellschaftliche Entwicklungen durch die Mittel der Kunst gezielt eingehen.

Drei Handlungsfelder stehen im Mittelpunkt der Vermittlung: Bei kultureller Bildung und künstlerischem Schaffen geht es darum, „Kunstwerke“ unter Einbeziehung aller Sinne und möglichen Materialien und Techniken entstehen zu

lassen.

Weiterhin geht es um die Anleitung pädagogischer Prozesse und schließlich um die Organisation, Veröffentlichung und Vermarktung von Kunst und Kultur und entsprechender Veranstaltungen. Hier sind die Berufsfelder „Künstler/in“ „Manager/in“ und „Pädagoge/in“ jeweils in unterschiedlichen Gewichtungen gefragt. Hierbei steht das Lebenslange Lernen zur Steigerung der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten, aber auch die Fort- und Weiterbildung im Sinne der beruflichen Neu- oder Umorientierung im Vordergrund. Spezielle, auf die Bedürfnisse von Menschen in Kunst, Kultur und Kreativitätsfeldern zugeschnitte Beratungs-, Fort- und Weiterbildungsangebote sind hier gefragt.

Dazu gehören kulturpädagogische Angebote aus den Feldern Kunst, Theater, Tanz und Museum, musikpädagogische Angebote (rund um Instrumental- und Chorangebote und Musikalische Erziehung) sowie umfassende Module der ästhetischen Bildung („Wahrnehmung mit allen Sinnen“). Angebote rund um Wort und Schrift runden die Produktpalette ab. Übergänge zu medienpädagogischen Angeboten sind dabei oftmals fließend. Parallel dazu gibt es Module aus den Bereichen Kulturmarketing, Kulturmanagement und Kulturjournalismus.

 

Kulturpolitische Gesellschaft e.V., Bonn:

www.kupoge.de

Deutscher Kulturrat e.V., Berlin

www.kulturrat.de

Broschüre: „Arbeitsmarkt Kultur: Duale Berufsausbildung“

www.kulturrat.de/wp-content/uploads/2017/12/Arbeitsmarkt-Kultur-3.pdf