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17.01.2018

Orientierung im Dschungel - Bildungsseite im Kölner Stadtanzeiger vom 13.01.2018

Wie man das richtiges Angebot für berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung findet, erklärt THOMAS FREY     

Das richtige Bildungsangebot finden, das ist ein Problem für jeden Einzelnen, aber auch Unternehmen. Immer mehr Anbieter überschwemmen den Markt mit immer mehr Möglichkeiten. Da ist schon der Einstieg ins Berufsleben mit der Suche nach der passenden Ausbildung oder dem richtigen Studium eine echte Herausforderung. Vielfalt an Themen und Möglichkeiten bedeutet eben auch eine Vielzahl an Angeboten, die zu prüfen sind, bevor man einsteigt.

Das ist der Preis für deutlich mehr Individualisierung und Spezialisierung im Bildungsspektrum als dies noch im vorigen Jahrhundert der Fall war. Hinzu kommt die Notwendigkeit des „lebenslangen Lernens“ als Konsequenz des immer schnelleren Fortschritts in einer globalen Wachstumswelt. Diese Dynamik ist bereits für Bildungsexperten eine Herausforderung, für Arbeitnehmer umso schwerer zu durchschauen. Und gerade kleine oder mittlere Unternehmen, die keine eigene Personalentwicklung haben und Weiterbildung „nebenbei“ handhaben, haben es nicht leicht, bedarfsgemäße Angebote zu finden und umzusetzen.

Die Entscheidung für eine bestimmte Qualifizierung oder ein bestimmtes Thema ist der erste wichtige Schritt. Für den

Erfolg ist dann von Bedeutung, den bestmöglichen Bildungsanbieter zu finden. Bestmöglich heißt, dass sein Lernkonzept und seine Lerntechnik, seine inhaltlichen Schwerpunkte, seine Räumlichkeiten und Ausstattung sowie Standort und Erreichbarkeit soweit wie möglich den persönlichen Vorstellungen und Wünschen genügen.

 

Individuell richtige Lernform

Moderner Präsenzunterricht, Blended Learning, E-Learning, Virtuelles Klassenzimmer sind mittlerweile gängige Lernformen, die jeweils unterschiedlichen Lerntypen gerecht werden. Angebotsvarianten in kompakter Vollzeitform

sowie berufsbegleitender Teilzeitform ermöglichen Beschäftigten wie Arbeitssuchenden optimale Teilnahmemöglichkeiten.

Es gibt Berufsabschlüsse über den Weg der klassischen Ausbildung sowie bei anerkannten privaten Bildungsanbietern. Geförderte Umschulungen ermöglichen vielfach einen späteren oder neuen Berufsabschluss.

Die sogenannte Externenprüfung ermöglicht Beschäftigten ohne Berufsabschluss, aber mit einschlägiger Berufserfahrung, Ausbildungsabschlüsse z. B. vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) oder Handwerkskammer (HWK) nachzuholen. Anerkannte Aufstiegsfortbildungen zum Meister, Fachwirt oder Fachkaufmann bieten auch ohne Studium gute Aufstiegs- und Selbständigkeitsperspektiven. Sie sind zu Recht im deutschen sowie europäischen Qualifikationsrahmen auf der gleichen Stufe wie der Bachelor an einer Hochschule angesiedelt.

Und weil gute Angebote nicht billig sind, gibt es verschiedenste Fördermöglichkeiten über Landes-, Bundes- und

EU-Mittel für Arbeitsuchende, Beschäftigte sowie Unternehmen.

Und schließlich ist noch die Durchführungsqualität einer Bildungsmaßnahme zu berücksichtigen – am besten, ehe eine Enttäuschung eintritt. Gerade mit Blick auf Qualität von Bildung leistet die Qualitätsgemeinschaft Berufliche Bildung einen bedeutenden Beitrag in der Kölner Region. Ihre Mitglieder müssen qualitätsbezogene Aufnahmebedingungen erfüllen und sind Standards verpflichtet.

Das im letzten Jahr eingeführte Sternesiegel spiegelt diesen Anspruch auf den ersten Blick wider. Qualität und Transparenz auf dem Bildungsmarkt zu fördern, das sind die primären Ziele und Handlungsfelder der Qualitätsgemeinschaft.

 

Unabhängiger Ansprechpartner

Um Bildungssuchenden und Unternehmen Hilfestellungen zu leisten auf der Suche nach der richtigen Qualifizierung, dem passenden Bildungsträger oder bei Orientierungs- und Qualitätsfragen, engagiert sich die Qualitätsgemeinschaft auf unterschiedliche Weise. Viele Informationen finden sich auf der Homepage www.weiterbildung-koeln.de, außerdem gibt es jedes Jahr eine Broschüre mit zahlreichen sachdienlichen Hinweisen und Informationen u. a. über ihre Mitglieder und ihre Bildungsangebote, Qualitätskriterien und -standards, Lerntypen und Lernformen. Die Broschüre enthält auch eine Checkliste für die Suche nach dem richtigen Anbieter. Sie kann kostenlos bei der Qualitätsgemeinschaft angefordert werden.

Darüber hinaus ist die QG Mitveranstalter der Kölner (Weiter-)Bildungsmesse und des Kölner Lernfestes, und sie wirkt an vielen bildungsbezogenen Veranstaltungen und Aktionen sowie in zahlreichen Gremien mit. Die Qualitätsgemeinschaft fungiert als Ansprechpartner für bildungsrelevante Institutionen, für Schulabgänger, Arbeitnehmer und Unternehmen. Die Geschäftsstelle bietet Interessenten auch Orientierungshilfen bei der Suche nach einem passenden Angebot in ihrem Mitgliedernetzwerk an.

Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ und die „Kölnische Rundschau“ möchten der Bedeutung des Themas Bildung auch in diesem Jahr weiter mit der „Bildungsseite“ Rechnung tragen. Zukünftig wird auch weiterhin an jedem ersten Samstag des Monats die „Job & Karriere“-Seite den Fokus auf das Thema berufliche Bildung legen. Gemeinsam mit der Qualitätsgemeinschaft wird über Initiativen und neue Entwicklungen im Bildungssektor berichtet, und es gibt Tipps und Infos über aktuelle Beratungs- und Fördermöglichkeiten sowie Messen.

www.weiterbildung-koeln.de